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Visum Indien

Um einen Visumantrag für Indien stellen zu können, werden ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, zwei Passbilder und ein Visaantragsformular benötigt. Auf dem Formular müssen Angaben zu Aufenthaltsdauer und Absicht des Besuches formuliert werden. Reist man nicht bloß als Tourist nach Indien, werden noch weitere Dokumente erforderlich. Ein Antragsformular kann bei den indischen Vertretungen angefordert werden, für das Rückporto muss allerdings selbst aufgekommen werden. Wer es lieber ganz umsonst haben möchte, kann es sich auch einfach im Internet bei der indischen Botschaft herunterladen.

Für Indien können dabei die verschiedensten Visa beantragt werden. Als Tourist beispielsweise darf man sich bis zu sechs Monate in Indien aufhalten. Bei sehr häufigen Besuchen, besteht die Möglichkeit die Erlaubnis für längere Aufenthalte zu erhalten.

Geschäftsreisende können ein spezielles Geschäftsvisum beantragen. Dieses ist ebenfalls sechs Monate gültig. Bei häufigeren Einreisen kann jedoch auch ein Visum mit einer Gültigkeit von bis zu fünf Jahren gestattet werden. Dies ist dann möglich, wenn Geschäftsreisende im Rahmen von Joint Venture Projekten oder bilateralen Abkommen zwischen Indien und Deutschland nach Indien reisen möchten. Hierbei wird ein zusätzliches Dokument anfällig: Der Antragsteller benötigt eine formelle Einladung des Unternehmens, für welches er in Indien tätig wird.

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Für Journalisten gibt es dagegen nur eine dreimonatige Aufenthaltserlaubnis mit einmaliger Einreise, die jedoch bei Bedarf verlängert werden kann. Journalisten müssen dazu einen Arbeitsnachweis erbringen oder einen Auftrag für den Zweck der Reise von einer Firma, einem Unternehmen etc. vorlegen. Dient die Reise dazu, um während der Zeit in einer ausländischen Medienanstalt (z.B. Büro) zu arbeiten, ist eine sechsmonatige Aufenthaltsgenehmigung möglich.

Studenten können bis zu fünf Jahren, also für die komplette Dauer eines Studiums, nach Indien kommen. Neben den herkömmlichen Antragsunterlagen werden hier zusätzlich ein Zulassungsnachweis einer indischen Universität und der Nachweis der dafür nötigen finanziellen Mittel benötigt.

Ein Arbeitsvisum kann dagegen nur für die Dauer eines Jahres ausgestellt werden. Auch hier wird eine Bestätigung über die genaue Beschäftigung in Indien verlangt, was zum Beispiel den Arbeitsvertrag oder andere Konditionen umfasst.

Nach der Einreise gilt, dass sich jeder, auch diejenigen indischer Herkunft, der einen länger als sechs Monate dauernden Aufenthalt plant, innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt präsentieren muss. Der Antrag eines Visums für Indien kann sehr schnell bewilligt werden. Bei persönlichem Erscheinen im Konsulat oder der Botschaft vor 12.30 Uhr, kann es schon am Nachmittag wieder abgeholt werden. Wird der Antrag per Post gestellt, dauert die Bearbeitungszeit etwa eine Woche. Die Kosten für ein Visum belaufen sich je nach Art und Dauer auf ca. 50 bis 160 Euro.

Bei Fragen zu Visa und deren Beantragung kann sich an folgende Adressen gewandt werden:

Konsularabteilung
Indische Botschaft
Tiergartenstr. 17
10785 Berlin
Tel: (0 30) 25 79 5820 / 25 79 5831
Fax: (0 30) 25 79 56 20
e-Mail: consular@indianembassy.de

Indisches Generalkonsulat
Raboisen 6
20095 Hamburg
Tel: (0 40) 33 80 36
Fax: (0 40) 32 37 57
e-Mail: cgihh@aol.com

Indisches Generalkonsulat
Friedrich-Ebert-Anlage 26
60325 Frankfurt
Tel: (0 69) 1 53 00 518/543/535
Fax: (0 69) 55 41 25
e-Mail: consular@cgifrankfurt.de

Indisches Generalkonsulat
Widenmayerstr. 15
80538 München
Tel: (0 89) 21 02 3950/920
Fax: (0 89) 21 02 39 80
e-Mail: congendmun@t-online.de

Das Auswärtige Amt empfiehlt vor der Einreise nach Indien die Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, eventuell Pertessus und Hepatitis A. Bei einem Aufenthalt von über vier Wochen sollte zusätzlich gegen Hepatitis B, Japanische Enzephalitis, Tollwut, Typhus und eventuell Cholera geimpft werden. Auch die übrigen Standardimpfungen sollten auf dem aktuellsten Stand sein. Einige Gebiete Indiens sind Malaria gefährdet, auch verschiedene Viruserkrankungen wie Dengue oder Chikungunya treten ab und zu auf. Vor der Reise sollten daher genauere Informationen zu der medizinischen Situation in Indien eingeholt werden.