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Tokyo University of Foreign Studies

Die Anfänge der Tokyo University of Foreign Studies (TUFS) können bis ins Jahr 1856 auf das „Bansho Shirabesho“ (Institut für die Erforschung ausländischer Dokumente) zurückverfolgt werden, welches damals von dem Edo Shogunat gegründet wurde. Wann die TUFS jedoch als moderne Universität das Licht der Welt erblickte ist bis heute unklar.

TUFSs Vorfahr ist allerdings die „Tokyo Gaikokugo Gakko“ (Schule für fremde Sprachen), die 1837 von Kaiser Gakko gegründet wurde. Damals gab es die Fachbereiche Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch und Chinesisch. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die TUFS dann zu dem was sie heute ist: eine stattliche Universität mit mehr als 4000 Studenten und einem breitgefächerten Angebot an Sprachen.

Die Vielfalt ist dabei sehr groß und reicht von Europa und Amerika Studien, welche die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch beinhalten über Russische und Osteuropa Studien (Russisch, Polnisch, Tschechisch) bis hin zu Ostasien Studien (Chinesisch, Koreanisch, Mongolisch), Südostasien Studien (z.B. Indonesisch, Thai, Vietnamesisch), Süd- und Westasien Studien (z.B. Urdu, Hindi, Arabisch) und Japanisch Studien. Dabei werden sowohl linguistische Aspekte als auch kulturelle, literarische und andere spezielle Themengebiete vertieft. Neben dem Studium gibt es weiterhin ein großes Angebot an sportlichen Aktivitäten, wie Bauchtanz, Fechten, Eiskunstlauf, Basketball, Judo, Fussball, Rugby (und vieles mehr), sowie einigen Clubs, die sich kulturellen Themen wie etwa Musik, Literatur, Photographie und Theater widmen.

Für internationale Studenten gibt es derzeit zwei Programme um an der TUFS zu studieren. Das “International Student Exchange Program of TUFS” (ISEP-TUFS) bietet jungen Menschen die Möglichkeit in Japan zu studieren, Japanischkenntnisse zu erlangen und ein grundlegendes Verständnis der japanischen Kultur und Gesellschaft zu erlangen. Ca. 80 Studierenden wird so jedes Jahr die Chance gegeben für ein Jahr ein oder zwei Kurse zu belegen ( „Japanese Studies Course“ und „Intercultural Studies Course“) und so zusammen mit anderen internationalen sowie japanischen Studenten neue Erfahrungen zu sammeln. Am Ende bekommen sie ein Zertifikat ausgestellt und in den meisten Fällen können die Kurscredits an der Heimatuniversität angerechnet werden.

Das andere Programm nennt sich „Special Auditing and Research Students Exchange Program“ und ermöglicht internationalen Studenten eine freiere Kursgestaltung. Teilnehmer dieses Programms können normalerweise aus dem kompletten Studienangebot wählen (sofern sie die nötigen Voraussetzungen erfüllen) und sich dies ebenfalls an der Heimatuniversität anrechnen lassen. Als Forschungsassistent bekommt man eine bestimmte Arbeit zugeteilt, an der gezielt geforscht werden kann, alles unter der Leitung des zuständigen Professors. Hierfür werden jedoch keine Credits vergeben.