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Studieren in China

Studieren ist nicht gleich Studieren. In jedem Land gibt es immer landestypische Eigenarten. In China ist das Studium nicht wie in Deutschland, auch wenn es auf den ersten Blick keine allzu großen Unterschiede aufweist. Die Voraussetzungen für die Hochschulzugangsberechtigung sind denen in Deutschland jedoch recht ähnlich.

Allgemein gilt, dass ausreichende Sprachkenntnisse in Chinesisch vorhanden sein müssen. Englisch allein reicht in diesem Fall nicht aus. Als Nachweis für vorhandene chinesische Sprechfertigkeiten kann der „Chinese Proficiency Test“ (Hanyu Shuiping Kaoshi) dienen. Außerdem muss für das Studium ein Gesundheitszeugnis vorgelegt werden, sowie eine Bescheinigung über die Sicherung der finanziellen Mittel.

Für den Bachelorstudiengang ist außerdem eine abgeschlossene Schulausbildung von mindestens 12 Jahren notwendig, Höchstalter ist dabei 25 Jahre. Zusätzlich muss eine Eingangsprüfung an einer chinesischen diplomatischen Vertretung abgelegt werden.

Möchte man gleich in den Masterstudiengang einsteigen, darf das Höchstalter nicht über 35 Jahren liegen. Außerdem muss der Bachelorstudiengang abgeschlossen sein, oder ein vergleichbarer Abschluss vorliegen, wie beispielsweise das Vordiplom plus zwei Semester.

Doktoranden müssen dementsprechend einen Master, Magister oder Diplomabschluss erworben haben, dürfen nicht älter als 40 Jahre alt sein und müssen des Weiteren eine Aufnahmeprüfung der Uni bestehen.

Das Studiensystem ist dem Deutschen ebenfalls sehr ähnlich. Wie hier auch, gibt es pro Jahr zwei Semester (Winter- und Sommersemester). Das Wintersemester geht dabei von September bis Januar oder Februar und das Sommersemester von etwa März bis Juli. Die meisten nehmen ihr Studium im Wintersemester auf. Das Grundstudium ist ein meist vierjähriges Bachelorstudium, welches mit dem Titel Xueshi abschließt. Darauf aufbauend werden weitere zwei bis drei Jahre für den Masterstudiengang studiert. Dieser schließt mit dem Titel Shuoshi ab. Zu guter Letzt stehen den Graduierten drei Jahre für das Verfassen einer Doktorarbeit zur Verfügung. Begleitet wird diese Zeit von weiteren Forschungskursen. Hat man auch diese Zeit erfolgreich abgeschlossen, erhält man den Titel Boshi.

Ein Studium in China ist für einen ausländischen Studenten jedoch nicht ganz billig. Mit ca. US $ 1700 bis US $ 8400 sollte an Studiengebühren pro Jahr gerechnet werden. Es ist also sinnvoll sich im Vorab über eventuelle Stipendien zu informieren und sich um diese zu bewerben. Für Wohnung und Mahlzeiten muss schließlich noch einmal extra aufgekommen werden.

Je nach Studienort können die Lebenshaltungskosten zwischen 250 und 500 Euro pro Monat liegen. Shanghai oder Peking sind dabei deutlich teurer als zum Beispiel Hefei, wo man ein Mittagessen für umgerechnet etwa einen Euro erstehen kann.

Die Unterkunft in China befindet sich meist auf dem Campus. Wer günstig wohnen möchte, sollte sich für ein Doppelzimmer entscheiden, welches für etwa 100 bis 200 Euro zu haben ist. Einzelzimmer können dagegen auch gut das doppelte kosten. Auch außerhalb des Campus lassen sich Zimmer und WG's finden. Die Suche danach lässt sich allerdings besser vor Ort regeln. Zum Thema Aufenthaltserlaubnis gibt es mehr unter dem Punkt Visum.