Vietnam
Für Vietnam wurden 130 Sprachen gezählt, eine davon, die auf dem Französisch basierende Tay Boi, ist jedoch bereits ausgestorben. Die häufigste Verbreitung mit ca. 65 Millionen Sprechern im Inland findet Vietnamesisch.
Sie gehört zur Familie der austroasiatischen (auster=Süden) Sprachen zu der auch die in Kambodscha, Thailand und Vietnam selbst verbreitete Khmer-Sprache gehört. Etwa 90 Millionen Menschen sprechen sie weltweit als Muttersprache.
Aufgrund der langen Herrschaft Chinas über Vietnam wurde Vietnamesisch in Form von chinesischen Schriftzeichen wiedergegeben. Viele chinesische Wörter befinden sich deshalb auch im vietnamesischen Sprachgebrauch. Heutzutage wird jedoch eine auf dem Lateinischen basierende Form benutzt, um die Sprache zu Papier zu bringen (Qu?c Ng?) . Bevor es jedoch dazu kam, wurde zwischenzeitlich in der altvietnamesischen Form Ch? Nôm geschrieben, welches noch heute von einigen Schriftstellern verwendet wird.
Vietnamesisch kann in drei große Dialekte eingeteilt werden, die im Norden (Hanoi Dialekt), im Süden (Saigon Dialekt) und Zentralvietnam (Hu? Dialekt) gesprochen werden. Wie viele asiatische Sprachen weist sie einen analytischen Sprachbau auf, das heißt, daß die Grammatik durch einzelne Wörter verdeutlicht wird und nicht, wie im Deutschen, durch Flexion einelner Wörter (Deutsch enthält aber ebenfalls viele analytische Elemente).
Des Weiteren ist die Tonhöhe und Melodie der Silben bei der Aussprache entscheident. Diese wird durch diakritische Zeichen über den Silben deutlich gemacht. Insgesamt gibt es sechs verschiedene: eine gleichbleibende, eine steigende, eine fallende, eine abgebrochene, eine fallende und wieder steigende und eine unterbrochene und steigende. Weiterhin sind Länge und Intensität der Wörter wichtig.

