Arbeiten in Asien / Jobs

Thailand

Die thailändische Sprache gehört zu dem Kam-Tai-Zweig der Kai-Tadai-Sprachfamilie. Wie das Chinesische ist Thai eine Tonsprache, die es Europäern besonders schwer macht, sie richtig zu erlernen. Eine falsche Aussprache einer Silbe gibt ihr bereits eine ganz andere Bedeutung. Die Wahl besteht dabei zwischen fünf Tonlagen: mittel, tief, hoch, steigend und fallend. Thai ist auch unter dem Namen Siamesisch bekannt.

thaisprache.jpg

Die Gesellschaft ist stark hierarchisch geprägt und verschiedene Stufen des Ausdrucks sind auch heute noch erhalten. So gibt es beispielsweise die Umgangssprache, die zwischen Familienmitgliedern und Freunden benutzt wird. Sie enthält keine spezielle Form der Höflichkeit. Die gehobene Sprache baut dagegen auf Höflichkeitspartikel und beinhaltet einen teilweise anderen Wortschatz. Bei öffentlichen Ansprachen und auch im Fernsehen wird die Amtssprache benutzt. Alles, was die königliche Familie betrifft, wird in der Hofsprache behandelt und die Mönche haben ebenfalls ihre ganz eigene Form des Thai.

Die schriftliche Form hat sich aus dem indischen Zweig heraus entwickelt und ähnelt den heutigen laotischen (Laos), birmanischen (Myanmar) und Khmehr (Kambodscha) Schriften. Einer Legende nach wurde die thailändische Schrift von König Ramkhamhaeng erfunden. Dies wird heutzutage noch immer in den Schulen gelehrt.

Thai setzt sich aus 44 Konsonanten und drei Vokalgruppen zusammen, zu denen 16 Grundformen, 44 Vokalkombinationen und einige sogenannte inhärente Vokale gehören, das heißt Vokale, die nicht geschrieben werden, aber bei bestimmten Kombinationen von Konsonanten als Vokal auftauchen. Das Schriftbild wird von links nach rechts gelesen, besteht aber nur aus Konsonanten. Vokale werden an den passenden Stellen, über, unter, rechts oder links von den Konsonanten eingefügt. Zwischen einzelnen Wörtern wird in der Regel kein Abstand gelassen, erst am Satzende wird ein Leerraum eingefügt, um den Anfang eines neuen Satzes zu kennzeichnen.