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Konfuzianismus

Konfuzius, dessen ursprünglicher Name eigentlich Kong Zi war, war ein bedeutender chinesischer Philosoph. Er lebte von 551 bis 479 vor Christus. Geboren wurde er in der heutigen Provinz Shandong.

Die Philosophie des Konfuzius ist durch hohe Moral und ethische Wertvorstellung geprägt, die dem Menschen ein harmonisches Leben bescheren soll. Das Streben nach Selbstverbesserung und dem damit verbunden harmonischen Einklang mit sich selbst und seiner Familie, soll sich positiv auf die Dorfgemeinde auswirken. Lebt diese in Frieden gibt es auch zwischen den einzelnen Dörfern keine Konflikte und so geht es schließlich dem ganzen Staat gut. So stellte sich Konfuzius die Umsetzung seiner Lehren zumindest vor.

Auf dem Weg ein guter Mensch zu werden und der Suche nach dem inneren Gleichgewicht sollen einem die fünf Tugenden des Konfuzius begleiten. Diese fünf, zu denen Menschlichkeit und Liebe, Rechtschaffenheit, Gewissenheit, Ehrlichkeit und Gegenseitigkeit gehören, spiegeln sich in den Beziehungen zwischen Mann und Frau, Eltern und Kind, den Geschwistern, Freunden und Fürst und Staatsdiener wider.

Letzteres, der Gehorsam des Untertanen gegenüber seines Herren, gibt dem Volk aber auch das Recht, und sogar die Pflicht, sich gegen den Staat aufzulehen, sollte dieser korrupt und zerstörerisch sein. Des Weiteren bestehen für jeden Menschen die drei Pflichten der Loyalität, der kindlichen Pietät, das heißt die Achtung der Älteren und der Ahnen, sowie die Wahrung von Anstand und Sitte. Obwohl der Konfuzianismus aus China stammt, ist er besonders in Korea, vor allem in Südkorea, verbreitet. Dort wurde er 1995 zur Religion erklärt und hat derzeit mehr als zehn Millionen Anhänger.