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Islam

Der muslimische Glaube ist im Raum Asien weit verbreitet. Weltweit gibt es etwa 1,3 Milliarden Gläubige, allein in Asien leben schätzungsweise 700 Millionen Anhänger. Dabei gibt es verschiedene Richtugen: Etwa 80 % sind Sunniten und 16 % Schiiten. Nach dem Christentum ist sie damit die zweitgrößte Religion der Welt.
Der Name selbst bedeutet soviel wie „Hingabe an Gott“, ein Muslim ist dementsprechend ein sich „an Gott Unterwerfender“.

Als Gründer des Islams wird Mohammed angesehen, der im 6. Jahrhundert nach Christus in Mekka geboren wurde. Die islamische Zeitrechnung beginnt im Folgenden mit Mohammeds Auswanderung nach Medina, da die polytheistische Bevölkerung in Mekka ihm und seinen Botschaften, daß es nur einen Gott gäbe, wenig Beachtung schenkte. Die Offenbarung wurde ihm von der Erscheinung des Erzengels Gabriel diktiert und bildet die Basis für den Koran. Dieser ist wiederum die Grundlage für Recht und Ordnung, denn der muslimische Glaube ist mehr als nur eine Religion. Er stellt das komplette Wertesystem der muslimischen Gesellschaft dar. Die Gebote Gottes, die für die Muslime Gesetz sind, werden Scharia genannt.

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Die Grundlagen des Islam bilden die sogenannten fünf Säulen zu denen die Shahada (das Glaubenbekenntnis), das Gebet (Salat), die Almosensteuer (Zakat), das Fasten (Saum) und die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch) gehören. Die öffentliche Bekennung des Glaubenszeugnisses ist ausreichend um den Islam als seinen Glauben anzunehmen. Auf diese erste Säule bauen alle Folgenden auf. Das Salat, also das tägliche Gebet, muß mit Eintritt in das zwölfte Lebensjahr fünfmal pro Tag ausgeübt werden. Dies ist überall möglich, solange es sich um einen reinen Platz handelt. Eine Gebetsmatte schafft dafür oftmals die nötigen Umstände. Die Moschee bildet dann den Ort, wo zusammen gebetet wird. Von dem Minarett aus, dem Turm einer Moschee wird zum Gebet aufgerufen.

Die Almosensteuer besitzt die Aufgabe sich von der Abhängigkeit des materiellen Besitzes zu lösen. Gleichzeitig dient sie der Hilfe Bedürftiger und Kranker, sowie dem Bau von religiösen Schulen. Genau wie bei anderen Besteuerungen auch wird ein bestimmter Prozentsatz des Einkommens gezahlt. Ebenso wichtig ist das Fasten. Während des Ramadan, dem neunten Mondmonat des Jahres, darf von Sonnauf- bis Sonnenuntergang weder gegessen, getrunken, geraucht oder von sonstigen Genüssen Gebrauch gemacht werden. Erst bei Dunkelheit wird das tägliche Fasten oftmals mit Milch und einer Dattel gebrochen. Mit dem Erscheinen des Neumondes endet die Fastenzeit.

Zu guter Letzt muß ein Muslim mindestens einmal in seinem Leben eine Pilgerfahrt nach Mekka machen und die dortige Kaaba (das zentrale Heiligtum des Islam) siebenmal umschreiten. Dies sollte im sogenannten Wallfahrtsmonat, dem zwölften Monat des islamischen Mondmonates geschehen. Es stellt die Vollendung des religiösen Lebens dar.