Hinduismus
Der Hinduismus ist eine der ältesten Religionen, die auf dem asiatischen Kontinent entstanden sind. Eine Vorform entwickelte sich bereits etwa 2500 vor Christus. Sie veränderte sich aber im Laufe der Zeit durch die Einflüsse, die die Aryer (ein Nomadenvolk) mit sich brachten.
Die Hindus selbst nennen ihre Religion 'Dharma'. Die Basis ihres Glaubens bilden dabei die 'Veden', die heiligen Schriften. Die Älteste davon ist die 'Rigveda', die auf einen Zeitraum von etwa 1200 bis 1000 vor Christus datiert ist.
Anders als etwa im Christentun haben Hindus keinen gemeinsamen Gottesdienst oder ein Glaubenbekenntnis. Es ist vielmehr üblich seinen Glauben durch persönliche Gebete und Meditationen auszuüben. Eine Verbindung besteht jedoch in Form der drei gemeinsamen Götter, die Trimurti genannt werden. Zu diesen gehören Brahma,Vishnu und Shiva. Sie stellen den Schöpfer, den Erhalter und den Zerstörer dar.
In der heutigen Zeit wurde diese Gruppe jedoch um weitere Götter erweitert. Dazu gehören zum Beispiel Ganesha, der Beobachter, der die Form eines Elefanten annimmt, Krishna, der Gott mit der Flöte und Kali (auch Durga), das personifizierte Böse.
Ein zentraler Punkt des Hinduismus ist der Glaube an den Kreislauf des Lebens und dessen ständiger Wiederholung, kurz Reinkarnation genannt. Die Wiedergeburt wird durch das Karma bestimmt. Alles was während des Lebens an guten, sowie an schlechten Taten vollbracht wird, wird zum Ende auf der Waage der göttlichen Gerechtigkeit aufgewogen und entscheidet über die Zunkunft. Überwiegend gute Taten garantieren dabei eine bessere Stellung.
Indiens Kastensystem liegt diese Theorie der Reinkarnation zu Grunde. Im Leben kann demnach einem Menschen aufgrund seiner Situation angesehen werden, wie gut oder schlecht er in seinem vorherigen Leben war. Durch ein aufrechtes Verhalten und starken Glauben kann die Seele vom Karma befreit und somit der ewige Kreislauf durchbrochen werden.
Zwischen dem fünften und sechsten Jahrhundert vor Christus bildete sich aus dem Glauben des Hinduismus durch die Erleuchtung des 35 jährigen Siddharta Gautama in Nordindien eine neue Religion heraus. Durch seine Anhänger wurde er zum Buddha, dem Erwachten, erklärt. Somit entstand aus der vedischen Tradition der Buddhismus.

