Freiwilliges Soziales Jahr und sozialer Freiwilligendienst in Asien
Nach der Schule wissen viele noch nicht wohin es in ihrem Leben eigentlich gehen soll. Studium? Ausbildung? Und wenn wohin? Eine Auszeit von allem kann dabei helfen, sich über einige Dinge klar zu werden. Wer diese sinnvoll nutzen möchte, sollte sich Gedanken über einen sozialen Freiwilligendienst zu machen. Dieser kann sowohl im Inland, als auch im Ausland (also ebenfalls in Asien) absolviert werden. Außerdem kann eine soziale Freiwilligenarbeit eine gute Alternative zum Zivildienst darstellen. Vielen wird nun sicherlich der Ausdruck „Freiwilliges Soziales Jahr“ in den Sinn kommen. Daneben gibt es aber auch andere Organisationen, die einen bei der Suche nach einer sozialen Tätigkeit unterstützen.
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) richtet sich dabei an alle jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, so dass der soziale Dienst nicht unbedingt nach der Schule geleistet werden muss, sondern auch zu einem späteren Zeitpunkt geleistet werden kann (also einfach dann wenn man sich gerade dazu bereit fühlt). Die Dauer beträgt in der Regel 12 Monate, aber auch kürzere oder längere Dienste sind möglich. Beim FSJ beträgt die Dauer der Tätigkeit jedoch mindestens sechs und höchstens 18 Monate.
Zu den Tätigkeiten gehören vor allem die Hilfestellung in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, wie etwa Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung, Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen für behinderte Menschen, Gesundheitspflege oder kulturellen Instituten. Wer im Rahmen des FSJ eine soziale Tätigkeit ausübt, erhält eine kleine Aufwandsentschädigung, manchmal sind auch Unterkunft und Verpflegung enthalten. Des Weiteren bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen. Während des Einsatzes werden auch immer wieder Seminare angeboten, in denen gemeinsame Erfahrungen mit anderen Teilnehmern ausgetauscht werden können. Gleichzeitig werden dort Hilfestellungen zur späteren Berufswahl gegeben. Die Bewerbung erfolgt direkt bei den jeweiligen Veranstaltern. Eine Liste derer kann auf der Homepage des FSJ entnommen werden.
Eine andere Möglichkeit als freiwilliger Helfer ins Ausland zu gehen wird durch die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners geboten. Auch hier beträgt die Regelzeit in etwa 12 Monate. Bewerbungen können jederzeit eingeschickt werden, allerdings wird empfohlen sich bereits ein Jahr im Voraus (zwischen September und Dezember) darum zu kümmern. Für den Raum Asien stehen beispielsweise die Länder China, Indien, Japan, die Philippinen und Taiwan zur Auswahl. Gearbeitet werden kann dabei unter anderem in Entwicklungshilfe- und Sozialtherapeutischen Einrichtungen, in Kindergärten, in Waldorf-Schulen oder Einrichtungen für behinderte Menschen.
Es gibt verschiedene Programme zum Thema Auslandsdienst der Freunde der Erziehungskunst im Angebot. Wie beim FSJ gibt es die Möglichkeit als Kriegsdienstverweigerer einen Zivildienst-Ersatz im Ausland abzuleisten. Für alle anderen (also auch für Männer, die ihren Zivildienst schon abgeleistet haben) gibt es die Programme „Sozialpraktisches Jahr im Ausland“ (Freiwilligendienst in einem Land, welches kein Entwicklungsland ist), „Weltwärts“ (Freiwilligendienst in einem Entwicklungsland) und das „Modellprojekt IFL“ (Freiwilligendienst für Menschen mit Berufserfahrung). Bei allen Programmen ist für die Unterkunft und die Verpflegung des Freiwilligen gesorgt. So werden beispielsweise Zimmer in der jeweiligen Einrichtung selbst bereitgestellt, oder auch die Wohnmöglichkeit in einer Gastfamilie gegeben. Zu allen weiteren Fragen, sowie genauerer Information zur Bewerbung sollte einfach ein Blick auf die Homepage der „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ geworfen werden.

