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Kuala Lumpur

Die Ankunft in Malaysia verläuft recht ruhig, da der Flughafen fast 70 Kilometer außerhalb der Stadt liegt. So muss man sich nicht mit der unruhigen Verkehrssituation zurechtfinden, sondern kann sich ein Taxi nehmen, die in Malaysia im Übrigen auch sehr günstig sind, oder mit der Bahn direkt vom Flughafen in die Stadt fahren.

KL, wie die Stadt im englischen und unter den Bewohnern eigentlich nur genannt wird, hat 2 Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt Malaysias. Das Wahrzeichen, das heute schon nicht mehr aus der Metropole heraussticht, sind die Petronas Twin Towers. Doch immer mehr Hochhäuser wachsen in der Millionenstadt in den Himmel, sodass man auch von oben einen wunderbaren Blick auf die Stadt geniessen kann.

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Das erste Mal in Kuala Lumpur kann einen Schock auslösen. Dreckig an vielen Orten, laut, unübersichtlich und gekreuzt von Unmengen Straßen – das ist das Bild, was der Tourist als erstes zu shene bekommt. Die Verkehrssituation in Kuala Lumpur ist furchtbar. Man hat das Gefühl, dass die Bauherren bald selber nicht mehr wissen, welche Straßen wohin führen und wie man die nächste Straße mit der vorherigen verbinden soll. Als Fußgänger, soweit dies möglich ist, erblickt man Straßen über, neben und unter sich, ein Wirrwarr, in dem selbst die Autofahrer zuweilen nicht durchsteigen.

Doch beschäftigt man sich einige Zeit mit dem Durchlaufen der Stadt findet man so manche schöne Ecke, an der es sich sehr gut verweilen lässt. Von großen Parks am Rande des Stadtgebietes bis hin zu riesigen Malls ist für jeden Geschmack etwas dabei, der einkaufsbegeisterte findet eine Reihe an Shopping-Möglichkeiten und kann auch oftmals vom Hotel direkt in die Mall laufen. Doch wer erwartet günstiger einkaufen zu gehen als in seinem Heimatland, wird meist enttäuscht werden. Die Marken gibt es zu den gleichen Preisen wie in Deutschland und doch ist eine solche Mall mit dem überdimensionalen Warenangebot und den Aktionen für Knder sowie Erwachsene einen Besuch wert.

Dem Tierfreund bietet KL einen wunderschön angelegten Vogelpark und einen kleinen aber feinen Schmetterlingspark. Außerdem hat man die Möglichkeit für wenig Geld in der näheren Umgebung einen Orchideengarten zu betreten, der unsere einheimischen Blumen verblassen lässt. Dies alles findet man in Lake Gardens, der hügeligen Grünanlage etwas außerhalb.

Mit der Straßenbahn lässt sich KL gut erreichen, auf teils waghalsig anmutenden Schienen verkehrt sehr regelmäßig eine Tram. Wenn man mit Enge gut zurechtkommt, ist eine solche Fahrt allemal ein Erlebnis, allein das Kartensystem und die Beschilderung, falls man umsteigen muss, sind die Fahrt wert. Weiß man einmal gar nicht weiter, so gibt es immer wieder nette Menschen, die einem gern weiterhelfen und teilweise auch bis zur gewünschten Station bringen, anstatt erst groß zu erklären. So gestaltet sich das Reisen in Malaysia generell sehr einfach, den sollte man einmal nicht weiterwissen, dann weiß es garantiert einer der Einheimischen, weiß dieser es nicht fragt er seine Freunde, Brüder oder Schwestern und am Ende steht man mit ungefähr 10 Leuten auf der Straße, unterhält sich gut und erfährt zu guter Letzt auch noch, wo man hingehen muss.

Kuala Lumpur hat sowohl für Rucksackreisende, als auch Familien oder für jemanden, der luxuriös absteigen möchte, einiges zu bieten. Unterkünfte sind für jedermann zu haben, die Preisklassen können sehr unterschiedlich ausfallen. Und auch das Tages- und Nachtprogramm hat so einiges zu bieten und lässt kaum Wünsche offen. Von gemütlichen Kneipen bis hin zu weiträumigen Biergärten, wie wir in Deutschland sagen würden, bis hin zu Diskotheken und schicken Bars ist rund um die Innenstadt alles zu finden. Und wenn man sich ein Bisschen auskennt, kann man nachts von einem Nahe gelegenen Hügel einen herrlichen Blick auf die beleuchtete Stadt genießen und die Restaurants ausprobieren. Von dort sieht man Kuala Lumpur aus einem anderen Blickwinkel, ruhig, entspannt und ohne Stress.

In Kuala Lumpur treffen viele Kulturen aufeinander und auch als Tourist merkt man die Unterschiede und Überlappungen sehr deutlich. Macht man sich auf den Weg durch die verschiedenen Welten Malaysias kann man Tage damit zubringen, Menschen zu betrachten und die unterschiedlichen Gerüche und Lebensweisen in sich aufzunehmen. Das Straßenbild verändert sich, wenn man durch KL läuft. Chinatown, welches sehr auf Touristen ausgerichtet ist, aber dann auch die Straßen und Gassen darum herum differieren stark von indischen Vierteln mit Frauen in Saris und dem Geruch von Curry. In chinesischen Vierteln wird man als Ausländer ohne Sprachkenntnisse fast verloren sein, denn in den normalerweise nicht touristischen Gebieten sind alle Schilder auf Chinesisch oder Malaiisch und die Menschen können kein Englisch. So sollte man in solchen Gebieten auch darauf gefasst sein mit Stäbchen essen zu müssen, weil keine Löffel und Gabeln vorhanden sind, oder in indischen Vierteln sehr scharf essen zu können.

Die meisten Sehenswürdigkeiten Kuala Lumpurs befinden sich um die Petronas Twin Towers herum und sind zu Fuß, mit dem Taxi oder per Tram gut zu erreichen. Die von Kokospalmen umgebende Masjid Jamek, die Freitagsmoschee, ist besonders abends sehr schön anzusehen. Auch betrachtenswert sind die vielen indischen und chinesischen Tempel, die oftmals in direkter Nähe zueinander stehen. Dies zeigt auch, dass die Kulturen weitgehend friedlich nebeneinander leben.

Fährt man aus der Stadt heraus, kommt man fast sofort in ein großes Waldgebiet, in dem Forschung betrieben wird und das weitgehend sehr natürlich und gut erhalten ist. Wer der Enge und dem Schmutz der Großstadt entfliehen möchte, der kann sich hierhin zurückziehen, auch wenn er, gerade am Wochenende, niemals allein dort verweilen kann. Denn auch die Einheimischen zieht es am Wochenende schon früh morgens in den Wald zum Fahrrad fahren oder joggen.

Die Stadt hat viele unterschiedliche Gesichter, und auch wenn sie noch nicht an die großen modernen Metropolen herankommt, gerade das zeichnet Kuala Lumpur aus und macht die Stadt so liebenswert.