Sri Lanka
Der Inselstaat Sri Lanka, ehemals Insel Ceylon, liegt im Indischen Ozean und ist seit 1972 eigenständige Demokratische Sozialistische Republik. Die Korallenfelsinseln der Adamsbrücke bilden das Bindeglied zum indischen Festland. Die Hauptstadt ist Colombo, die ungefähr 1,2 Millionen Einwohner hat. Insgesamt leben auf der Insel 20 Millionen Menschen. Die Amtssprachen sind Singhalesisch und Tamil, es wird aber auch vermehrt Englisch gesprochen. Auf den reich verzierten Geldscheinen befinden sich ausgewählte Arten der vielfältigen ceylonischen Tier- und Pflanzenwelt.
Die mehrheitliche Bevölkerung bilden die Singhalesen, zu 70 %, und die Tamilen, zu 18 %, wobei man die einheimischen und die indischen Tamilen unterscheidet. Die indischen Tamilen sind während der Kolonialzeit aus Südindien als Plantagenarbeiter eingewandert. Das Urvolk, die Veddas, sind mit den Aboriginies verwandt. Sie sind aber nur noch in einer Minderheit vorhanden. Der heutige Bürgerkrieg wird nur mit den einheimischen Tamilen geführt, die in den nördlichen Küstenregionen leben. Die Mehrheit der Einwohner lebt nach dem Theravada- Buddhismus, jedoch gibt es auch Hindus (vor allem die Tamilen) sowie Muslime und Christen.
Sri Lanka wurde 1948 unabhängig und von der Britischen Besatzung befreit, wobei die Singhalesen durch ihre mehrheitliche Anzahl die politische Macht übernahmen. Durch den Wahlsieg der United National Democratic Party 1981 kam es zu Aufständen der Tamilen, da diese von nun an zu Staatsfeinden erklärt wurden. Das hat den Konflikt zwischen den beiden verfeindeten Gruppierungen nur noch verschärft und auch bis heute ist keine Einigung der ethnischen in Sicht. Die radikalen Tamilen wurden, unter anderen von den vereinigten Staaten als terroristische Vereinigung angesehen. Der Bürgerkrieg kann jederzeit wieder beginnen, da der Waffenstillstand im Jahre 2006 für nichtig erklärt wurde, was viele Bewohner zur Flucht aus ihrem Heimatland gezwungen hat.
Die Insel ist seit 1978 Unitarische Präsidialrepublik mit parlamentarisch-demokratischer Ordnung und ist in acht unterschiedliche Provinzen geteilt. Diese werden jeweils von einem Gouverneur vertreten, die dem Präsidenten Mahinda Rajapaksa unterstehen.
Die höchste Erhebung bildet das Bergmassiv Pidurutalagala mit 2500m. Sri Lanka besticht durch seine sehr abwechslungsreiche Landschaft, welche sich vom zentralen Hochland mit seinem traditionellen Teeanbau über das trockene Tiefland erstreckt hin zum Küstenbereich mit seiner Fischerei und den schönen Stränden. Doch weisen diese auch sehr starke Meeresströmungen auf, weshalb man nur dort baden sollte, wo es auch erlaubt ist.
Es herrscht ein tropisches feuchtes Klima, das durch Monsune mit unterschiedlichen Niederschlagsmengen bestimmt ist. Viele Geckos und eine artenreiche Vogelwelt von Papageien und Komoranen prägen das Bild der Insel. Außerdem ist Sri Lanka sehr reich an Bodenschätzen wie Eisenerz, Rubinen und Saphiren.
Früher konzentrierte sich die Mehrzahl der Inselbewohner auf die Plantagenwirtschaft. Es wurden vor allem Zimt, Gummi und Tee angebaut. Heute sind die beliebtesten Exportwaren Textilien, Bekleidung, Tee, Edelsteine und Kokosnussprodukte. Der anwachsende Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen durch den Außenhandel soll zu einer Verbesserung der Infrastruktur im Verkehr und in der Kommunikation führen. Die Landwirtschaft wird zwar auch heute noch gefördert, doch konzentrieren sich die wirtschaftlichen Bemühungen eher auf die Industrie, vor allem die Textilindustrie, und den Dienstleistungssektor, der immer mehr auf den Tourismus ausgelegt wird.
Durch die anhaltenden Gruppenkämpfe ist der Tourismus immer noch eingeschränkt, da ständig terroristische Anschläge vor allem auf die Touristengebiete drohen. Auch muss man mit Entführungen und Geiselnahmen rechnen. Deshalb wird vor Reisen in den Osten und Norden bisweilen abgeraten, da sich dort die terroristische Gruppen angesiedelt haben. Auch die Hauptstadt Colombo ist derzeit vom Militär belagert.
Touristen sind unbedingt die Impfungen gegen Tropenkrankheiten wie Typhus, Denguefieber, Hepatitis A und B, Japanische Enzephalitis und Malaria empfohlen, da diese auf der Insel vermehrt auftreten. Auch auf genügend Mückenschutz sollte geachtet werden, da sie die Überträger der Krankheiten sein können.

