Malediven
Die Malediven sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean südwestlich von Indien gelegen. Insgesamt umfassen sie dabei 19 Atolle und insgesamt über 1190 Inseln, von denen jedoch nur 202 tatsächlich bewohnt sind. Zu den wichtigsten Atollen zählen Nord-Malé mit der Hauptstadt Malé, das Addu-Atoll, das Süd-Malé Atoll und das Ari-Atoll. Zu beliebten Touristeninseln gehören unter zahlreichen anderen Bandos, Baros, Kurumba, Full Moon und Lohifushi.
Die Landessprache der mit ca. 337.000 Einwohnern besiedelten Inselgruppe ist Dhivehi, aber auch Englisch wird von vielen verstanden. Staatsreligion ist der Islam. Die Regierungsform der Malediven ist eine exekutive Präsidialverfassung deren Staatsoberhaupt seit 1978 Präsident Maumoon Abdul Gayoom ist.
Die Geschichte der Malediven geht bis auf ca. 500 v. Chr. zurück, als sie von singhalesischen Seefahrern entdeckt wurde. 1558 wurden die Inseln von den Portugiesen besetzt, zwischen 1645 und 1796 befanden sie sich dann unter der Schutzherrschaft der holländischen Krone. 1887 schließlich wurden die Malediven verwaltungsmäßig an Ceylon angegliedert und fielen damit unter britische Aufsicht. Erst 1953 wurden die Inseln zur Republik ausgerufen.
Als wichtigster wirtschaftlicher Zweig gilt die Tourismusbranche, die immerhin gut ein Drittel des BIP ausmacht. Gefolgt wird dieser Wirtschaftszweig von der Fischerei, in der etwa 11% der Erwerbstätigen beschäftigt sind. Landwirtschaft und Industrie spielen eine eher geringe Rolle.

