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Über die Menschen

Die Inder sind ein sehr junges Volk Die Inder und Inderinnen sind jung! Über eine Milliarde Menschen sind im Durchschnitt nicht einmal 25 Jahre alt. Indien ist lebendig, jugendlich und aufdringlich laut. Zugleich sind die Menschen schüchtern, besonnen und religiös. Inder treten nur im Pulk auf und scheinen aus unserer Sicht oft vollkommen verrückt. Doch sieht man immer wieder alte und junge Männer, die einsam auf einem Stein sitzen und die Ferne starren.

Man weiß nie was sie als nächstes tun. Im einen Moment sitzt der junge Mann regungslos da und schaut dich fasziniert an. Plötzlich schreckt er hoch, haut einer Kuh auf den Hintern und rennt schreiend davon. Manchmal trifft man in der Hauptstadt Delhi stundenlang niemanden der Englisch sprechen kann. Und in einem winzigen Dorf irgendwo in der Pampa kommt ein etwa 10jähriger Junge auf dich zu und während du schon versuchst mit den Händen einen Kiosk zu formen, sagt er in feinstem Oxford-Slang: „Hello Sir! Are you looking for a restaurant? Please follow me!“

Mit den tücherumhüllten geheimnisvollen anmutigen wunderschönen Wesen mit langem schwarzen Haar kommt man als Tourist so gut wie gar nicht in Berührung. Der Mann ist in Indien König und deshalb finden sich in der Kategorie „Menschen“ auch fast ausschließlich Männer. Das bedeutet nicht, dass die Frauen Indien weniger prägen als die Männer, aber ein Gespräch mit ihnen ist ein äußerst seltenes Vergnügen.

Auf der Reise trifft man natürlich nicht nur Inder. Reisende aus Europa, Australien und den USA, Menschen, die sich in Indien niedergelassen haben und Studenten im Auslandssemester – sie alle berichten von „ihrem Indien“ und prägen es damit zugleich mit.